AUSFALLSBONUS II (zwei) (Juli, August, September 2021)

13. August 2021

Zur weiteren Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen, wurde der Ausfallsbonus II beschlossen. Wir möchten Sie nun über die Neuerungen nachfolgend informieren.

Folgende Eckpunkte wurden beschlossen:

Der Ausfallsbonus II bezieht sich auf die Zeiträume Juli 2021, August 2021 und September 2021. Der Vergleichszeitraum ist das Jahr 2019.

Der Ausfallsbonus II kann von Unternehmen beantragt werden, welche Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Einkünfte aus Gewerbebetrieb tätigen.

Der Ausfallsbonus II besteht nur noch aus einem Bonusteil, wird bei einem Umsatzausfall von mindestens 50% gewährt und ist mit EUR 80.000 pro Monat gedeckelt. Die Mindesthöhe beträgt EUR 100,00.

Der Bonus richtet sich diesmal nach der ÖNACE-Nr. der Branche des jeweiligen Unternehmens und beträgt zwischen 10% und maximal 40%.

Vom berechneten Umsatzausfall (mindestens 50%) erhalten Sie einen Ausfallsbonus II von mindestens 10% bis maximal 40% des errechneten Umsatzeinbruches.

Bsp:    Umsatz im Juli 2019 – EUR 100.000

Umsatz im Juli 2021 – EUR 30.000

Ergibt einen Umsatzausfall von 70% (EUR 70.000) -> Je nach ÖNACE Nr. erhält das Unternehmen zwischen 10% und 40% von EUR 70.000 als Bonus.

Voraussetzungen:

  • 50% Umsatzausfall
  • Sitz oder Betriebstätte in Österreich
  • Operative Tätigkeit in Österreich
  • Das Unternehmen erzielt Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb
  • Bei mehr als 250 Mitarbeiter dürfen nicht mehr als 3% der Mitarbeiter gekündigt worden sein
  • Kein anhängiges Insolvenzverfahren (Ausnahmen möglich)

Der Antrag ist pro Unternehmen/ Steuernummer zu stellen. Wenn Niederlassungen oder mehrere Geschäftsfelder bestehen, müssen diese zusammengefasst werden und somit der Umsatzausfall von mindestens 50% vom gesamten Gesamtbetrieb errechnet. Der Antrag wird für den Gesamtbetrieb mit der gleichen Steuernummer gestellt.

Der Ausfallsbonus ist insofern gedeckelt, sodass die Summe der Kurzarbeitsbeihilfe den Vergleichsumsatz 2019 nicht übersteigen darf.

Der beihilferechtliche Höchstbetrag ist mit EUR 1.800.000 begrenzt.

Lockdown Umsatzersatz I und II, Fixkostenzuschuss 800.000, Ausfallsbonus,

100% übernommene Haftungen für Überbrückungskredite unter anderen, mindern den Höchstbetrag und müssen bei der Antragseinreichung angegeben werden.

Wie bei allen anderen Förderungen gilt hier auch die Schadensminimierungspflicht.

Die Antragstellung soll jeweils ab dem 16. des folgenden Monates für das Vormonat möglich sein und kann jeden Monat neu gestellt werden, wenn die Voraussetzungen zutreffen.

Anträge ab Juli 2021 können ab dem 16. August 2021 bis zu dem viertfolgenden Kalendermonat beantragt werden.

Die Beantragung erfolgt über Finanz-Online.

Eine Richtlinie und nähere Details finden Sie unter den folgenden Link:

LINK 1:
https://www.fixkostenzuschuss.at/wp-content/uploads/2021/08/Richtlinien-zum-Ausfallsbonus-II.pdf

LINK 2:
https://www.fixkostenzuschuss.at/ausfallsbonus2/#faqs

Wünschen Sie eine Beantragung durch uns, bitten wir Sie, uns dies schriftlich per Mail auf office@wth.at mitzuteilen.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass diese Information auf dem derzeitigen Wissensstand basiert und wir werden Sie bei Änderungen bzw. Beschlussfassung selbstverständlich umgehend informieren.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!

Bleiben Sie gesund und optimistisch!

Ihr WTH-Team

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