Puplikationen

Neuerungen im Arbeitszeitgesetz (AZG)

Das am 05. Juli 2018 im Parlament beschlossene Paket zur Arbeitszeitflexibilisierung ist mit 01. September 2018 in Kraft getreten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind darüber emotionale Debatten geführt worden, die noch länger andauern werden. Hier weiterlesen →

Hauptwohnsitzbefreiung und Toleranzfrist

Im Zuge der Immobilienertragsteuer, die im Jahr 2012 eingeführt wurde, stellt die Hauptwohnsitzbefreiung beim Wohnsitzwechsel eine wesentliche Erleichterung dar. Die Hauptwohnsitzbefreiung steht zu, wenn entweder die Immobilie mindestens zwei Jahre als Hauptwohnsitz gedient hat, dieser Umstand ab der Anschaffung oder Herstellung der Liegenschaft und bis zur Veräußerung als Hauptwohnsitz angehalten hat oder wenn die Immobilie mindestens fünf Jahre als Hauptwohnsitz gedient hat und dies innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung der Fall war. Hier weiterlesen →

KFZ-Sachbezug bei wesentlich beteiligten Gesellschaftern-Geschäftsführern

 

Seitens des Finanzministeriums wurde nunmehr in einer Verordnung vom April 2018 geregelt, wie die KFZ-Privatnutzung für Zwecke der Einkommensteuer bei wesentlich beteiligten Gesellschaftern-Geschäftsführern zu ermitteln ist.

Die neue Verordnung ist erstmalig bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 2018 anzuwenden. Die Sachbezugswerteverordnung räumt für einen an einer Kapitalgesellschaft wesentlich Beteiligten (Anteil ist größer als 25 %) die Möglichkeit, ein von der Kapitalgesellschaft zur Verfügung gestelltes KFZ für privat veranlasste Fahrten zu benutzen. Hier weiterlesen →

PACC – Wie die Finanz Kapitalflüsse prüft

„Bedingt durch die zunehmend komplexer werdende Datenwelt (Big-Data) und die immer anspruchsvolleren Methoden (Predictive Analytics, Datamining) waren Strategie, Methoden, Ziel und Prozesse […] neu auszurichten. Aus diesem Grund wurde das Predictive Analytics Competence Center (PACC) […] eingerichtet.
Das PACC soll eine risikoorientierte Einsatzlenkung ausgehend von einer nach neuesten wissenschaftlichen Methoden durchgeführten Risikobeurteilung der Abgabenprozesse und damit verbundenen Vorhersagen der erforderlichen Kontroll- und Prüfungsmaßnahmen verantworten und durch eine ganzheitliche Evaluierung der Ergebnisse dieser Maßnahmen auch zu deren Optimierung beitragen […].“
So schreibt das Finanzministerium auf seine Homepage. Der Text ist wörtlich übernommen – so etwas kann man nicht erfinden. Es gibt also das PACC und zur Zeit beschäftigt sich dieses vor allem mit der Prüfung von Kapital Zu- und Abflüssen. Und genau hier ist der Punkt an dem es interessant wird!

Wie hinlänglich bekannt, sind Banken verpflichtet, bestimmte Kapitalzu- und -abflüsse an die Finanz zu melden. Aus diesen 800.000 gemeldeten Zu- und Abflussmeldungen wurden jene Fälle extrahiert, die ein „höheres Risiko“ darstellen. Ein erhöhtes Risiko versucht die Finanz an zeitnahen Einkommensteuerbescheiden, Lohnzetteln, Erbschaften, Schenkungen fest zu machen. Auf Basis dieser Parameter soll festgestellt werden, ob die Zu- und Abflüsse plausibel sind, oder eben nicht. 6.000 Prüfungsfälle mit vermeintlich höherem Risiko wurden ausgewählt und sind gerade in Abarbeitung.

Die Geldflüsse müssen mindestens € 300.000,00 betragen, damit sie überhaupt als relevant eingestuft werden. Der Betrag klingt hoch, allerdings ist zu bedenken, dass sich ein Betrag von € 150.000,00 der über zwei Bankverbindungen auf ein Depot einbezahlt wird, gleich mit € 450.000,00 zu Buche schlägt. Jeder Zu- bzw. Abfluss zählt, auch wenn es sich um das gleiche Geld handelt.

Neben der Unplausibilität der Kapitalflüsse sind auch noch folgende Faktoren relevant:

• in der Steuererklärung sind ausländische Kapitalerträge
• Kapitalabfluss nach Grunderwerb ist wesentlich höher als Kaufpreis
• GmbH schreibt Verluste, trotzdem Kapitalabfluss vom Privatkonto
• etc.

Kommt es zur Prüfung gilt es folgende Fragen, am besten schon im Vorfeld, zu klären:

• Wo befanden sich die Mittel vor Zu- bzw. Abfluss und wie lange?
• Aus welchen Quellen stammen diese Mittel?
• Wurden die Mittel seinerzeit ordnungsgemäß versteuert?
• Wurde ausländische Quellensteuer bezahlt?
• Wechseln die Mittel den Eigentümer?
• etc.….

Werden Abflüsse mit der Aufnahme von Krediten erklärt, so ist einerseits die Zuzählung nachzuweisen und natürlich der Kreditvertrag vorzulegen. Bei unnatürlich niedrigen Zinsen im Verhältnis zum Risiko der Bank wird die Finanz wohl von einer zusätzlichen Besicherung ausgehen. Vielleicht mittels hinterlegtem Sparbuch? Auch darauf sollte es eine Antwort geben.

Wie hat sich das System bis dato bewährt?
Aus nicht repräsentativen Umfragen unter Steuerberatern ist zu erkennen, dass das System extrem fehlerhaft agiert. Die Mitarbeiter der Behörde sind ob der zusätzlichen Aufgabe, bei der (aus deren Perspektive) kein großartiger Output zu erwarten ist, wenig motiviert. Die betroffenen Steuerpflichtigen sind negativ irritiert, weil die Behörde vermeintlich grundlos in ihre Privatfinanzen hineinschnüffelt. Von Seiten der Finanz hört man, dass sich die Erfolge der Aktion bis dato in Grenzen halten, in sehr engen Grenzen wohlgemerkt.
Seien Sie trotzdem vorbereitet, wenn die Behörde anklopft!

Noch Fragen? Dann rufen Sie mich doch einfach an oder senden eine E-Mail!

Vereinfachte Gründung einer GmbH

Nachdem man bereits seit 30.07.2017 ein Einzelunternehmen über das Unternehmensserviceportal (USP) gründen kann, ist nunmehr seit Jahresbeginn die vereinfachte GmbH-Gründung ohne Notar möglich. Hier weiterlesen →

Das WiEReG – oder die transparente Gesellschaft

Als hätten wir mit dem Inkrafttreten der DSGVO noch nicht genug Diskussionsstoff und Arbeitsaufwand, beschert uns der Gesetzgeber 2018 eine weitere bürokratische Bürde, deren Nichtbeachtung mit empfindlich hohen Geldstrafen sanktioniert wird. Grund genug sich mit dem wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) auseinander zu setzen. Hier weiterlesen →

Der neue Familienbonus Plus

Das Regierungsprogramm 2017-2022 zeigt eine Menge neuer steuerlicher Vorhaben. Es bleibt abzuwarten, ob diese eingehalten werden.

Neben der Senkung des Umsatzsteuersatzes für Übernachtungen von 13 auf 10 %, plant die Regierung für Dienstnehmer bei niedrigen Entgelten den Arbeitslosenversicherungsbeitrag zu senken. Ebenso soll ab 2019 die Höhe der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages für Kinder, die sich ständig in der EU/EWR oder der Schweiz aufhalten, auf Basis des veröffentlichten vergleichbaren Preisniveaus angepasst werden. Darüber hinaus plant die Regierung eine Steuerform und Neukodifizierung des Einkommensteuergesetzes, das auch eine Steuersenkung im Rahmen einer Tarifreform vorsieht. Ebenso sollen Lohnnebenkosten, wie Dienstgeberbeitrag, Unfallversicherung etc. gesenkt werden. Hier weiterlesen →

Fremdwährungskursverluste

Im Rahmen der Fremdwährungskredite haben Kreditnehmer in den letzten Jahren oft dramatische Kursverluste hinnehmen müssen. Die Kreditnehmer mussten bei Kursanstieg wie z.B. bei Schweizer Franken bis zu 50 % mehr in Euro zurückzahlen als ursprünglich als Kredit aufgenommen wurde. Hier weiterlesen →

Elektroauto JA oder NEIN – Ein Vergleich ausschließlich auf Basis der Kosten

Für reine Elektroautos gibt es derzeit eine Menge steuerlicher Begünstigungen und andere Kostenvorteile. Dem gegenüber steht der wesentlich höhere Kaufpreis als Kostennachteil. Ob das eine das andere aufwiegt, soll nun anhand eines Beispiels untersucht werden. Zu beachten ist, dass die Preise lediglich eine Momentaufnahme (September 2017) darstellen. Hier weiterlesen →

Immobilienertragsteuer

Im Jahr 2012 wurde in Österreich die Immobilienertragsteuer eingeführt.

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2015 wurde im Rahmen der Steuerreform die Immobilienertragsteuer von 25 auf 30 % erhöht sowie auch die Berücksichtigung der Inflation bei langer Besitzdauer abgeschafft. Durch diese Immobilienertragsteuer wurde ursprünglich die ehemalige Spekulationssteuer, die nicht mehr zum Tragen kam, wenn die Immobilie länger als 10 Jahre im Besitz war, ersetzt. Hier weiterlesen →

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